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TZ Printausgabe vom 17.07.2006

 

Beim Schoppepetze Lesestoff ergattert Von Petra Pfeifer

 

Steinbach. Es erklingen der „Egerländer Liedermarsch“ und der „Colonel Bogey March“ – die Wiesbachtaler Musikanten haben, wie in den vergangenen zwei Jahren, ein zünftiges Musikprogramm zusammengestellt, mit dem sie die Steinbacher und ihre Gäste beim alljährlichen Bürgerschoppen unterhalten.

 

Damit das traditionelle Ereignis pünktlich um 11 Uhr starten kann, hat „unser fleißiger Bauhof seit 7 Uhr gearbeitet, Bänke und Tische aufgebaut und Wasserleitungen verlegt“, lobt Bürgermeister Peter Frosch (CDU) seine Mannen. Mittlerweile brutzeln schon jede Menge Würstchen auf dem Grill, der von den Herren des Vereinsrings betreut wird. Um den Getränkeausschank kümmern sich Vertreter der Jugendfeuerwehr, die sich vielleicht in Kürze für ihr Engagement über eine Belohnung freuen dürfen: „Wir haben zwar noch nicht festgelegt, wem der Erlös des Bürgerschoppens zugute kommt, doch sie haben gute Aussichten, ihn zu erhalten, schließlich setzen sie sich hier richtig toll ein“, kündigt Klaus Döge, Vorsitzender des Vereinsrings, an.

 

Zwar sind vor allem die Schattenplätze auf dem Pijnackerplatz schon zu Beginn des Schoppens mit vielen „Schoppepetzern gut besetzt, doch gegen Mittag füllen sich die Bänke noch mehr. „Wenn wir hier was essen, brauchen wir daheim nicht zu kochen“, sagen sich viele der Besucher, die sich Thüringer- und Rindswürste schmecken lassen.

 

Derweil gab’s am Stand der Stadtbücherei, die heute nahezu zeitgleich ihren Flohmarkt veranstaltet, eine Menge Schmöker zu entdecken. „Es läuft gut, wir sind zufrieden“, sagt Büchereileiterin Petra Menzel-Hobeck. „Seit 10 Uhr herrscht hier schon reges Treiben“, kann Inge Michaelis, Leiterin des Amts für soziale Angelegenheiten, versichern. Sie unterstützt die Damen-Riege beim Verkauf. CDU-Schriftführerin Doris Jäger hat gerade ein Buch gefunden, das sie erwerben will: „Bei 2 Euro hat sich’s“, sagt Petra Menzel-Hobeck gut gelaunt, und Inge Michaelis lacht: „Machen Sie 10 Euro draus. Der Rest ist eine Spende für die Bücherei, und wir können wieder schöne neue Bücher kaufen“. Querbeet durch alle Sparten der Literatur ist hier alles im Angebot. Es gibt alte Perry-Rhoden-Bände oder Biographien von Curd Jürgens oder Michael Gorbatschow, die „Berühmtesten Rezepte der Welt“ sind bei den Kochbüchern zu finden, und bei den Sachbüchern locken Titel wie „Vom Faustkeil zum Laserstrahl“. Besonders Bildbände und Reiseführer lassen sich jetzt in der Urlaubszeit gut verkaufen, berichtet Petra Menzel-Hobeck, aber auch Bilderbücher seien häufig gefragt.

 

Manch einer verlässt den Flohmarkt mit prall gefüllten Körben. Zu ihnen gehört auch Elke Schnabel, die ihre Jugend in Steinbach verbrachte und mittlerweile in Afrika lebt. Und so findet sich bei ihrer umfangreichen „Beute“ zahlreiche Bände über den schwarzen Kontinent: „Die lasse ich per Luftfracht versenden“, so Elke Schnabel.

 

Bis in die frühen Nachmittagsstunden dauert das gesellige Beisammensein bei sommerlichen Temperaturen, und Bürgermeister Frosch freut sich, neben den zahlreichen Gästen aus Nah und Fern viele Vertreter des Magistrats und des Stadtparlaments anzutreffen.

 

  

+++Raiffeisenbank Oberursel - Partner des Vereinsrings +++