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TZ Printausgabe vom 20.08.2007
Teddys, Tassen und Tintenfässer
Von Petra Pfeifer
Steinbach. Mit „Bourbon Street Parade“ eröffnete
die Stan-Glogow-Band gestern das Rathauskonzert mit
angeschlossenem Flohmarkt. Es war das dritte Mal, dass die
Jazz-Band in Steinbach zu Gast war, und Stan Glogow meinte
augenzwinkernd: „Der Bürgermeister hat uns schon eingemeindet.“
Zudem lobte er das Steinbacher Publikum: „Es ist vom ersten bis
zum letzten Stück genial!“
Viele Steinbacher hatten sich zudem bei herrlichem Sonnenschein
auf den Weg gemacht, das Angebot an den Flohmarkt-Ständen unter
die Lupe zu nehmen. Manches gab es dabei zu entdecken. Wer
aufmerksamen Blickes durch die Gartenstraße schlenderte, konnte
außer Geschirr und Büchern einen Plüsch-Obelix, mechanische
Schreibmaschinen oder gar Eichen-Setzlinge finden. Zwei
Standbetreiberinnen meinten jedoch: „Es läuft schlecht. Die
Leute gehen hier nur spazieren und essen ihre Bratwurst.“
Die Steinbacherin Nicole Hübscher zeigte sich jedoch zufrieden:
„Morgens ging’s schleppend, dann kamen die Profis und dann das normale
Publikum“, berichtete sie. Viele Sachen aus Opas Zeiten hatte
sie auf ihren Tischen ausgebreitet. Sogar ein historisches
Schreibset aus Metallguss, das zwei Tintenfässer und eine Feder
beinhaltete, hatte sie mitgebracht: „Das stammt aus dem Jahr
1888 und hat bei meinem Uronkel Opa Zimmermann auf dem
Lehrerpult gestanden“, so Nicole Hübscher. Auch einige
Steiff-Tiere konnten Interessierte bei ihr erstehen: „Aber die
ganz wertvollen, alten, die stehen bei mir zu Hause in der
Vitrine.“
Entspannt genossen die Standbetreiberinnen Marianne Weiser und
Rita Schlotter das Flohmarkttreiben. „Den Stundenlohn darf man
nicht rechnen“, meinten sie. Es sei der Spaß an der Freude, der
zähle, wobei die Einnahmen zumeist an anderen Ständen wieder
ausgegeben würden: „Das Geben und Nehmen hält sich die Waage“,
schmunzelte Marianne Weiser.
Christa und Torsten Eid hatten eine Menge Kisten voller Bücher
auf ihren Tischen aufgebaut. Halb als Hobby-, halb als
Profi-Flohmärktler betrachten sich die Oberurseler, und sie
lobten die Steinbacher Veranstaltung: „Die Atmosphäre ist hier
sehr schön – schließlich ist das hier noch ein richtiger
Flohmarkt.“
Außer Flohmarktartikeln hatten Werner und Elke Dreja eine
Gemüsesuppe mit Hühnchen im Angebot: „Das ist der Renner, denn
viele mögen keine Bratwürste mehr“, lachten sie. Zufrieden war
am Ende der Veranstaltung auch Susanne Tögel aus Neu-Isenburg:
„Das Wetter war toll, die Leute sehr nett und wir haben ganz gut
verkauft.“
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