TZ Printausgabe vom 20.03.2007
Vom Kuchen bleibt kein Krümel übrig
Steinbach. Eins darf beim Ostermarkt im Bürgerhaus nicht fehlen: Hasen in allen Variationen. An den Ständen der rund 50 Aussteller gibt’s allerdings noch einiges mehr zu entdecken. Astrid Kempers hat Ölbilder mitgebracht, die als Farbtupfer für Kinderzimmer gedacht sind. Drachen oder Bärengesichter sind darauf zu sehen. „Leider läuft es heute nicht so gut“, stellt die Hobbykünstlerin fest. Außerdem habe sie die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute erst einmal bei ihren Lieben nachfragen würden, ob so etwas gewünscht sei. Daher hat sie vorsorglich einen Stapel Adresskarten zum Markt mitgebracht, der traditionsgemäß vom Förderverein für Kinder und Jugend ausgerichtet wird
Margret Bastian aus Oberursel preist an ihrem Stand gut
gelaunt riesige Servietten fürs Spaghetti-Essen an: „Was Sie
aber tatsächlich essen, wenn Sie sie benutzen, steht Ihnen
selbstverständlich frei“, sagt sie augenzwinkernd. Dass sie
mit dieser Idee richtig liegt, zeigt das große Interesse an
den Stoffservietten, die sie aus Küchenhandtüchern gefertigt
hat. Zum ersten Mal mit von der Partie ist Helmut Eig, der
Eulen, Raben und Schnecken aus Kupfer mit Silberlot
hergestellt hat: „Es läuft null“, bilanziert er nüchtern.
Offensichtlich seien seine Arbeiten hier nicht am rechten
Platz: „Auf Kunsthandwerkermärkten habe ich mehr Erfolg.“
Premiere in Steinbach hat am Sonntag auch Christine
Schütt-Nikolai. Die Designerin fertigt aus Papier und Pappe
fantasievolle Utensilien und Dekorationsgegenstände, die sie
anschließend bemalt. Eine Besucherin betrachtet interessiert
die knallbunten, großen Fische, die Christine Schütt-Nikolai
an langen Stäben befestigt hat. „Das wäre eine nette Idee
fürs Badezimmer“, so die Bad Sodenerin.
Ingrid Golba, Vorsitzende des Fördervereins für Kinder und
Jugend, zieht abschließend eine positive Bilanz. Mehr
Besucher als im vorigen Jahr hätten vorbeigeschaut. Alle
Kuchen – jeder Standbetreiber muss pro Tisch Standgebühr
bezahlen und ein Backwerk mitbringen – seien verkauft. „Wir
dürften daher wieder über 1000 Euro eingenommen haben“,
schätzt Golba. Was mit dem Geld geschehen wird, legen die
Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am 19. April fest.
(pit)
