TZ Bericht 18.04.2011
Bunk wird Chef nach langer Lehrzeit
Steinbach. Seine Karriere als Vorsitzender des Vereinsrings begann für Andreas Bunk erst einmal mit einer tiefen Verbeugung. "Klaus Döge hinterlässt ganz große Spuren, diese Fußstapfen kann ich nicht ausfüllen", würdigte Bunk seinen Vorgänger bei dessen Verabschiedung auf der Jahreshauptversammlung. Wie schon Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) bekannte auch Bunk, von Döge "viel gelernt" zu haben. Zeit genug dafür hatte der Neue an der Spitze des Vereinsrings auf jeden Fall zur Genüge, denn Bunk ist seit vielen Jahren an vorderster Stelle in den Steinbacher Vereinen aktiv.
Bis 2008 amtierte der heute 46-Jährige zehn Jahre als Vorsitzender des Gewerbevereins, davor hatte er schon den Posten als stellvertretender Vorsitzender inne. "Die Zusammenarbeit zwischen Gewerbeverein und Vereinsring hat in Steinbach Tradition und ist auch von Klaus Döge gepflegt worden", unterstrich Bunk den seit Langem bestehenden engen Kontakt zwischen ihm und dem Vereinsring-Boss. Dieser wurde noch intensiver, als Bunk Beisitzer im Vereinsring Vorstand wurde und diese Position sechs Jahre innehatte. Seit 2009 konnte er dann quasi bei Döge direkt in die "Lehre" gehen, als er zu dessen Stellvertreter gewählt wurde.
Die Vereinsarbeit hat der Außendienstmitarbeiter einer Firma für Gartenbautechnik mehr oder weniger von der Pike auf gelernt. Zwei Jahre, nachdem er 1987 bei der Stadt als Gärtner angefangen hatte, engagierte er sich bei der Sport- und Musikschau. "Ich war damals Flaschenträger", sagte Bunk, der Ende 1988 von Offenbach nach Steinbach gezogen ist. Mit der Sport- und Musikschau habe auch die Zusammenarbeit mit Klaus Döge angefangen. Dieser sei in der Folge immer sein wichtigster Ratgeber gewesen. Auch als man einmal eine Gewerbeschau mangels Beteiligung absagen musste. Döge habe sich sämtliche Argumente angehört und ihm dann geraten: "Tu’s!" Ganz oben auf seiner Agenda als Vorsitzender steht nun ein Generationswechsel. "Ich will versuchen, den Vereinsring zu verjüngen", sagte Bunk im Gespräch mit der TZ. Die Voraussetzungen dafür scheinen nicht schlecht zu sein, kann der neue Boss doch auf seine junge Stellvertreterin Silke Henrich bauen. Die 33-jährige Vorsitzende der Tanzgarde 2008 wurde auf der Jahreshauptversammlung zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Kassierer bleibt Werner Dreja. Zur neuen Schriftführerin wurde Ingrid Peters von der Arbeiterwohlfahrt bestimmt. Beisitzer wurden Gerd Wegner und Ellen Jäger. ks (ks)
